(vgl. DRB-Handbücher 1990/91 und 1988/89)

Ergänzend zu den offiziellen Mitteilungen in „Der Ringer“ 12/2009 werden hier nochmals die weiteren Regeln des Poolsystems aufgeführt.

1. Auslosung, Einteilung in Gruppen

Die Wettkampfteilnehmer werden in zwei Gruppen (Pools) aufgeteilt und dann innerhalb ihrer Gruppe nach der bei der Gewichtskontrolle erfolgten Auslosung gepaart.

1.1 Auslosung

Der Ringer zieht nach erfolgter Gewichtskontrolle selbst eine Losnummer, aufgrund derer er in eine Gruppe (Pool) eingeteilt und nach der gepaart wird.

1.2 Gruppenbildung (Poolbildung)

Falls bei der Gewichtskontrolle die Losnummernvergabe nicht genau nach der Anzahl der Teilnehmer erfolgt, erhält der Teilnehmer mit der niedersten Losnummer die Nummer 1, der Teilnehmer mit der zweitniedersten Losnummer die Nummer 2 usw. Erscheinen z.B. nicht alle gemeldeten Teilnehmer zur Gewichtskontrolle und bleibt eine Losnummer liegen, rücken die nachfolgenden Losnummern auf. D.h. bleibt z.B. die Losnummer 7 liegen, erhält der Ringer mit der nächsthöheren Losnummer (i.d.R. die Losnummer 8) die Nummer 7 usw.

Die Ringer mit den ungeraden Nummern (1, 3, 5 usw.) bilden dann den Pool A, die mit den geraden Nummern (2, 4, 6 usw.) den Pool B.Nach der Pooleinteilung erhalten die Ringer in ihren jeweiligen Pools die aufsteigenden Startnummern 1, 2, 3, 4 usw.

2. Paarungen

Die Paarungen jeder Runde sowie deren Ergebnisse müssen in Listen eingetragen werden, die den Teilnehmern jederzeit zur Einsicht zur Verfügung stehen müssen.
Die Teilnehmer mit aufeinander folgenden Startnummern kämpfen in der ersten Runde gegeneinander, also 1 gegen 2, 3 gegen 4, 5 gegen 6 usw. Ist die Zahl der Teilnehmer ungerade, hat der Teilnehmer mit der höchsten Startnummer Freilos. Er kommt ohne Punkte in die folgende Runde und wird dabei an den Anfang der Liste für die Paarungen der neuen Runde gesetzt. Er behält diesen Platz so lange, bis der Teilnehmer mit der nächst niedrigeren Startnummer Freilos erhält und vor ihn gesetzt wird. Das Freilos ist ein erworbenes Recht, das sich durch die Auslosung ergibt. Es darf nur in dem Fall entzogen werden, wenn es unmöglich ist, die anderen Teilnehmer zu paaren und wenn mehrere Ringer kampflos bleiben.

Die Zusammenstellung der nächsten Runden wird folgendermaßen vorgenommen: Man beginnt mit dem Teilnehmer, der vorn steht. Sein Gegner ist der nächstfolgende, gegen den er noch nicht gekämpft hat. Beispiel für die zweite Runde: 1 gegen 3, 2 gegen 4, 5 gegen 7, 6 gegen 8 usw. Für den Fall, dass ein Teilnehmer ohne Kampf (Freilos) in die zweite Runde kommt, kämpft dieser gegen 1, 2 gegen 3, 4 gegen 5, 6 gegen 7 usw. Wenn in der zweiten Runde nur 6 bzw. 10 Wettkampfteilnehmer zu paaren sind, verfährt man wie folgt

-     bei 6 Teilnehmern: 1 gegen 3, 2 gegen 5, 4 gegen 6

-     bei 10 Teilnehmern: 1 gegen 3, 2 gegen 4, 5 gegen 7, 6 gegen 9, 8 gegen 10

Diese Zusammenstellung ist dann abzuändern, wenn ein nicht ausgeschiedener Ringer infolge Verletzung oder Krankheit verhindert ist, weiterhin am Wettkampf teilzunehmen. In diesem Fall hat der betreffende Ringer bzw. der Verantwortliche seiner Mannschaft der Wettkampfleitung von seiner Verhinderung Kenntnis zu geben und damit nicht bis zur nächsten Runde zu warten.

3. Ausscheiden von Teilnehmern

Nach zwei Niederlagen scheidet ein Ringer aus dem Wettbewerb aus, ausgenommen wenn er die zweite Niederlage im ersten Poolfinalkampf erhält.

4. Qualifikationsrunden

Die Kämpfe in den Pools A und B finden so lange statt, bis die drei besten Ringer ermittelt sind.

5. Finalkämpfe

An den Finalkämpfen nehmen die Ringer teil, die in den beiden Gruppen jeweils die ersten drei bzw. fünf Plätze erkämpft haben.

Die beiden Poolersten kämpfen um Platz 1 und 2, die Poolzweiten um Platz 3 und 4 usw.